Titus Bellwald
Der Schlagwerker Titus Bellwald hat an der HKB in Bern klassisches Schlagzeug und Medienkunst studiert. Klangtüfteleien und Geräusche sind seit jeher eine grosse Liebe von Titus Bellwald. Er entwickelte schon als Jugendlicher Klanggestaltungen für Theaterstücke und begann bald auch mit dem Bau eigener Instrumente. Nach dem Lehrdiplom 2004 hat er sich im Minor „Musik und Medienkunst“ der Erforschung von Interaktionsmöglichkeiten zwischen Schlaginstrumenten und Elektronik gewidmet und im Rahmen des Konzertdiplom-Studiums mehrere Stücke für verschiedene Schlaginstrumente und Live-Elektronik komponiert (reinhören und Partituren laden).
2009 verbrachte er 6 Monate in Paris an der Cité des Arts als Stipendiat des Kantons Bern und hat Sensoren entwickelt, mit denen er seine Handtrommeln zur Steuerung von elektronischen Klangprozessoren nutzen kann.
Der äusserst vielseitige Perkussionist tritt sowohl als Orchestermusiker, Solokünstler und mit verschiedensten kleineren und grösseren Ensembles auf und pflegt ein breites Repertoire von Neuer Musik und Improvisation über Weltmusik bis hin zu Alter Musik.
Er spielt regelmässig mit dem Ensemble „Ostwind“ und dem Barockensemble „grenzklang“.
Der grösste instrumentale Schwerpunkt von Titus Bellwald liegt auf orientalischer und mediterraner Handperkussion:
Er studierte die Persische Tombak/Zarb mit Pedram Khavarzamini (und hat auch bei Keyvan und Bijan Chemirani, Madjid Khaladj und Pejmân Hadadi Unterricht genossen). Riq, Tamburello und verschiedene andere Rahmentrommeln hat er mit Zohar Fresco und verschiedenen arabischen und italienischen Perkussionisten vertieft.
Für seinen Lehrer Pedram Khavarzamini hat er den Notensatz unzähliger Etüden erstellt, inbesondere die Druckvorlage des Buches „some days with tombak/چند روز با تمبک“. Die ersten Seiten des Buches können hier eingesehen werden.
bisherige Kollaborationen
mit verschiedenen Barockorchestern (u. A. „grenzklang“, „les Passions de l’ âme“, Bern und Berner Kantorei, „L’ Estro Armonico“ der HKB mit Malcolm Bilson, Fortepiano), „L’Amoresca“ Ensemble für Alte Musik mit Elisabeth Pawelke, Dominika Bonk und Emanuele Forni, Auftritte oder Aufnahmen u. A. mit Gaudenz Badrutt, Nehad El-Sayyed, Olivier Latry, Emanuele Forni, Fanny Anderegg, Florian Volkmann, Gabrielle Weber, Ensemble Paul Klee, OPUS-Orchester, Orchester der Gymnasien Bern-Neufeld etc.



